Damjana Gortnar-Schacherer ist die Wipperfürtherin des Jahres 2018

Stadtverband

Frau des Jahres 2018: Damjana Gortnar-Schacherer

In Wipperfürth heißt die Frau des Jahres 2018 Damjana Gortnar-Schacherer. Sie wurde als Nachfolge­rin von Heike Radder (2017), Ute Berg (2016) Ingrid Römer (2015), Monika Breidenbach (2014), Claudia Nassenstein (2013), Mo­nika Rütten (2012), Inge Röckerath (2011), Hildegard Laube (2010) und Gu­drun Flosbach (2009) von einer Jury unter Leitung des Vorstandes der Wipperfürther SPD aus vielen eingegan­genen Vorschlägen ausgewählt. Mit dieser Auszeichnung wird insbeson­dere das ehrenamtliche Engagement von Frau Gortnar-Schacherer in der Entwicklungs­politik als langjährige Vor­sitzende der Ökumenischen Initiative Weltladen Wipperfürth gewürdigt.

Die 52-jährige gebürtige Slowenin fand vor 28 Jahren mit ihrem badischen Mann in Wip­perfürth ihre neue Heimat. Die studierte Sozialwissen­schaftle­rin (mit Schwerpunkt Journalistik) ist Mutter von vier Kindern im Alter von 27, 26, 19 und 15 Jahren. Frau Gortnar-Schacherer ist seit 2009 Vorsitzende des Weltladens, seit 2007 dort Vorstands- und seit über 20 Jahren Vereinsmitglied.

Der Weltladen – früher „Eine-Welt-Laden“, zuvor „Dritte-Welt-Laden“ – wurde vor 36 Jah­ren von der Gründungsvorsitzenden Hannah Sahlfeld (Evang. Pfarrerin in Wipperfürth) und von damaligen Mitgliedern der Kath. Jungen Gemeinde (KJG) als ökumenisches Projekt ins Leben gerufen. Bis Oktober 2016 hatte der Laden seinen Standort im Evang. Gemeindehaus in der Lüdenscheider Straße. Seit November 2016 eröffnet der Laden seine Türen montags bis donnerstags von 10 bis 13 sowie von 15 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 13 sowie von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr in der Marktstraße 20, in den Räumen des vormaligen Akus­tikgeschäfts Böhlefeld. In diesen Zeiten bieten aktuell 33 ehrenamtliche Verkäuferinnen und Verkäufer Produkte an, die in den sich entwickelnden Ländern hergestellt und fair gehandelt wurden. Unter dem Vorsitz von Frau Gortnar-Scha­cherer leiten fünf Frauen und ein Mann als Vorstand den aus etwa 50 Mitgliedern bestehen­den Verein, dessen Arbeit mit der Würdigung von Frau Gortnar-Schacherer als Wipperfürtherin des Jahres mit wertgeschätzt wird.  

Erstes Ziel des Weltladens ist es, einen fairen Welthandel voran zu bringen. Überschüsse und Spenden gehen an verschieden Projekt in der sogenannten Dritten Welt, in den letzten Jahren an

  • Aktivitäten der Philippinisch-Deutschen Gemeinschaft Oberberg,
  • ein Fußballprojekt im Togo,
  • ein Projekt zur Vorschulkinderbetreuung in Venezuela und
  • ein Projekt der medizinischen Versorgung in Guatemala.

Neben der Leitung und Koordinierung der Vereinsarbeit im örtlichen Weltladen ist Frau Gortnar-Schacherer in der regionalen Vernetzung benachbarter Weltläden aktiv. Auf ihre Initiative hin treffen sich seit drei Jahren halbjährig die Vertreterinnen und Vertreter der Weltläden aus Der­schlag, Gummersbach, Meinerzhagen, Nümbrecht, Wermelskirchen und Wipperfürth so­wie von Eine-Welt-Gruppen aus Lindlar und Marienheide.

Darüber hinaus ist Frau Gortnar-Schacherer in der Nachbarschaftsarbeit in ihrem Wohnort Nieder­wipper tätig. So kümmert sie sich für die DJK um die Belegung des Pfarrheimes in Nie­derwip­per und organisiert nötigenfalls örtliche Reuzech-Veranstaltungen.

Drei Leitmotive nennt Frau Gortnar-Schacherer für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten. Erstens ist sie gerne unter Menschen. Zweitens versteht sie ihre Aktivitäten als Dank an die Wipper­fürthe­rinnen und Wipperfürther, die sie vor knapp 30 Jahren offen aufgenommen haben. Und drit­tens sagt sie: „Mir geht es gut, deshalb möchte ich der Gemeinschaft etwas zurück ge­ben.“

Die Ehrung zur Wipperfürtherin des Jahres ist mit einem symbolischen Preisgeld von 500 Euro verbunden. Ein Festakt mit Urkunden- und Scheckübergabe findet – anlässlich des Interna­tionalen Frau­entages – am 11. März 2018 um 11 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Ni­kolaus in Wipperfürth statt. Als Laudatorin für Frau Gortnar-Schacherer hat Frau Svenja Schulze – Generalsekre­tärin der NRW-SPD und frühere Ministerin für Innovation, Wissen­schaft und For­schung des Landes Nordrhein-Westfalen – ihr Kommen zugesagt.

 
 

WebsoziCMS 3.8.9 - 002232833 -